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Conbericht zur Darkside/Daedalus IV Convention 2011 in Bochum

 

              

 

Nachdem ich letztes Mal bereits dort war, aber leider alleine, ging es dieses Jahr mit der ganzen Truppe dorthin. Da passte es ganz gut, das unser zweiter Fanfilm „Stargate – The Euderion Chronicles“ sich in der Fertigstellung befand. Denn wo kann man einen Fanfilm besser promoten als unter anderen Fans?!

Da ich letztes Jahr aufgrund der spontanen Entscheidung und nicht zuletzt durch das Platzproblem nur mit einer handvoll DVDs und einem digitalen Bilderrahmen ausstellte, sollte dieses Jahr doch ein wenig mehr mit, womit wir bei den Vorbereitungen wären…

 

Durch die Filmrequisiten und natürlich das basteln als Hobby muss man sagen, das sich bei uns doch etwas mehr angesammelt hat, als bei dem üblichen Fan. Aufsteller, Uniformen, Modelle, Miniaturen, Waffen, Requisiten – alle sollten ihren Platz bekommen. So begann also ein halbes Jahr bevor die Con stattfand eine Diskussion, wie wir das ganze Zeug nach Bochum bekommen, was ja von Berlin aus gesehen auch nicht gerade um die Ecke lag.

Der erste Probeaufbau um einzuschätzen wie viel Platz wir in etwas brauchten, verlief katastrophal. Noch recht verschwenderisch mit dem Platz umgegangen, hätten wir locker sechs bis sieben Tische einnehmen können, ohne dass alle Sachen mitgekommen wären.

Ganz klar, da musste eine neue Strategie her, da man uns nur zwei Tische zur Verfügung stellen konnte.

 

Nach dem Motto ‚Kommt Zeit kommt Rat’ vergingen einige Monate, bis wir auf die Idee kamen mittels einer dicken Plexiglasscheibe eine zweite Ebene zu errichten. Dazu kam dann noch eine aufstellbare Rückwand, die zumindest die Waffen-Requisiten tragen konnte. Somit waren die schon mal vom Tisch.

 

Wenige Wochen vor der Con stand dann noch die Frage wie wir das Material nach Bochum bekämen im Raum. Da ich alleine schon 11 Umzugskisten zusammenbekam, und Lexx auch noch „einige Dinge“ angedroht hat, war relativ schnell klar, dass wir mit unseren Privatwagen nicht sehr weit kommen würden.

Also kümmerte sich Mike um ein Mietauto, das dann auf Kosten unseres Clubkontos ging.

Nun stand also fest: Wir fahren mit einem LKW zur Con!

Nun ja, Normal kann jeder…

 

              

 

Tag 1

 

Da Bochum doch eine Ecke weit liegt, ging unsere am Freitag schon gegen 5 Uhr in der früh los. Immerhin wollten wir ein wenig Vorlauf haben, da ja der Stand aufgebaut werden musste.

Gegen Mittag waren wir in Bochum, zwei Stunden später war dann das gröbste aufgebaut, auch dank unserer Mitfahrerin Destiny, die tatkräftig beim Aufbau der Rückwand geholfen hat.

Kurz darauf kam auch Stephan an, der ja von Ludwigshaven nicht ganz so weit zu fahren hatte.

Kurz vor der Opening kam auch Tom mit dem Zug hinterher und komplettierte die Euderion-Crew gerade rechtzeitig um auf der Opening kurz unsere Truppe mit zu präsentieren.

 

Als Gäste waren dieses Jahr unter anderen Trevor Butterfield der in Star Wars eine Nebenrolle innehatte, sowie Pam Rose und Alan Flyng, die ebenfalls einige Cameo Auftritte in der Star Wars Saga hatten. Mit Peter Roy war noch der aus James Bond bekannte Darsteller des Agenten 006 anwesend.

 

Am Abend war ersteinmal das gegenseitige beschnuppern von alt und neu angesagt. Tatsächliche hab ich viele alte bekannte Gesichter wieder getroffen, aber auch ein paar neue getroffen. Auffällig war jedoch, dass am Freitag viele Plätze leer blieben. Da war letztes Jahr am Eröffnungstag schon mehr los.

Abends gings dann wieder mit dem berüchtigten Larp los, zu dem sich auch Matze und Lexx hinreißen ließen. Als Außenstehender konnte ich zwar nicht so recht den Sinn aus diesen „Hühnerstall“ erkennen, aber es sah so aus, als hätten alle ihren Spaß bei gehabt. Und zudem konnten wir Freddie Bee im schicken Kostüm/Kleidchen (?) bewundern ;-)

 

Der späte Abend, bzw die Nacht ist in meiner Erinnerung ein wenig vernebelt. Ich glaube da hat das Bier, die Despis, der Jägermeister und der Met ihren Tribut gezollt…

Nachdem ich noch mit Mühe und Not meine Luftmatratze aufgeblasen bekommen hab, gings dann gegen 4 Uhr ins Bettchen.

 

              

 

Tag 2

 

So richtig mit ausschlafen war nicht, da die Euderion Crew um 10 Uhr ihren Bühnenauftritt hatte. Also rein in die Stargate Klamotten und versuchen so viele Leute wie möglich zu animieren in den Hauptsaal zu kommen. Zugegeben, es hätten gerne etwas mehr sein können, aber verglichen mit den Panels und Vorträgen der anderen war unser kleiner Auftritt mit etwas mehr als 30 Personen ganz gut besucht.

Immerhin konnten wir dann einige unserer DVD’s an den Mann bringen. Viele Leute waren doch überrascht, das wir den Film mit nur 700 Euro zustande gebracht haben.

 

Im laufe dem Samstag wurde es doch etwas voller. Ein paar Gruppen kamen noch an, und viele Tagesgäste schauten sich die „SciFi-Verrückten“ mal an.

Neben verschiedenen Panels gab es dieses Jahr einen Kurs zum Schwertkampf und am frühen Abend wurde ein Nerf-Gun-Turnier im Keller veranstaltet. Das hat irre Spaß gemacht, auch wenn hier noch ein wenig besser organisiert werden müsste. Auch frage ich mich, wie letztendlich die Sieger ausgewählt wurden. Jeder Spieler hatte drei Matches zu absolvieren. Ich hatte zwei Runden gewonnen, und eine unentschieden gespielt. Während ich nicht in die Endausscheidung kam, kam jemand der zweimal gewonnen und einmal verloren hatte weiter. Na was solls? Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

 

Es folgte der Auftritt des Klingolaus und der Kostümwettbewerb. Ganz klares Highlight waren eine Machiko Noguchi und zwei Predators. Das sind Kostüme zum träumen.

Aber auch viele andere Uniformen und Masken steckten voller Arbeit. Die Crew von der Trinity traten als Thundercats auf, Conan war mit Gefolge unterwegs und natürlich waren auch die Wraith wieder zahlreich vertreten. Einige Sith durften sich mit Jedi prügeln, und am Ende bekam jeder Teilnehmer des Kostümwettbewerbs einen Preis.

Nur Conan mit einem Buch zu „beschenken“… das war doch schon im vorneherein klar, das Freddie dafür Prügel beziehen muss. ;-)

 

Trotzdem ich bedingt durch den feuchtfröhlichen Vorabend doch etwas aus der Spur gebracht wurde dauerte der Tag wieder bis tief in die Nacht.

 

 

              

 

Tag 3

 

Gegen 6 Uhr in der früh war es vorbei mit dem schlafen, da die Lautstärke ein weiterschlafen verhinderte. Also konnte man auch aufstehen, und sich ein Frühstück reinpfeifen.

Es folgte noch ein zweiter Kurs zur Schwertführung, die letzten Euderion DVDs und die selbsterstellten Romulan-Ale Flaschen gingen über den Tisch, so dass wir langsam dran waren wieder abzubauen. Denn bedingt durch einige Stunden fahrt, wollten wir gleich nach der Closing Ceremony los. Der Abbau verlief recht zügig, und so konnten wir dann im Holodeck noch unseren alten Star Trek Fanfilm sowie unsere Red Shirt Vignette vorspielen.

Es folgte noch ein Panel von Robert Vogel, dem rasenden Reporter und schließlich die Closing, bei der alle Gäste und Gruppen noch ein paar Abschließende Worte sagen konnten.

 

Doch recht erschöpft und mit den Nerven überspannt ging es nach Hause, das wir mitten in der Nacht erreichten.

 

Zum Fazit kann man sagen, die Con hat wieder großen Spaß gemacht. Es war ein wenig leerer als letztes Jahr, und auch einen eigenen Stand zu haben bedeutet um einiges mehr an Stress, aber doch war man am Ende im positiven geschafft.

Ich bin nächstes Jahr gerne wieder dabei. Nur mit einem eigenen Stand in den Ausmaßen muss man überlegen. Das geht nur, wenn wir mehr Platz zugestanden bekommen.

Die Daedalus Con 2011 war wieder eine familiäre Con bei der man vorrangig alte und neue Freunde trifft und unter seines gleichen sein kann.

 

Text by Thomas Raube

 

              

 

Daedalus-Convention 2011 in Bochum –

Der HyperspaceVision war dabei

 

Monatelanges Planen, wochenlange Logistik, stunden- und tagelanges Tüfteln, dutzendfaches Preise vergleichen und unendlich viele Kassenstürze gingen dem diesjährigen Großereignis des Hyperspace Vision voraus. Am Freitag,  04. November war es dann soweit. Matze, Mike, Thomas, Alex und ein blinder Passagier namens Destiny fuhren in den frühen Morgenstunden zur Daedalus-Convention nach Bochum. Schön war auch, dass Stephan aus Ludwigshafen sich mal wieder die Ehre gab. Nachdem uns Thomas im vergangenen Jahr bereits als Club vertreten hat und auf einem digitalen Bilderrahmen unseren Arbeitsfortschritt am Film präsentiert hat, fuhren wir in diesem Jahr mit einem 3,5 Tonnen-Laster los! Mit dabei hatten wir einen Großteil unserer Star Trek- und SciFi-Ausrüstung: Kostüme, Props, Gewehre, Modelle, eine erquickliche Küchenausstattung, Verpflegung…

Ich bin ja am Nachmittag erst in Berlin mit dem Zug losgefahren und stieß am frühen Abend auf die Rasselbande, die alles bereits schön aufgebaut hatte. Eine unserer Befürchtungen bewahrheitete sich: Der Platz war doch etwas zu eng. Glücklicherweise hatten wir rechtzeitig während der Planung die Idee eine zweite Ebene aus Plexiglas und Stativstangen aus der Schule auf unserem Tisch zu errichten… Tja, auf engen Räumen muss man dreidimensional denken.

Als ich also gegen 19 Uhr am Veranstaltungsort ankam, warf ich mich sogleich in Schale und wir erkundeten erstmal das Feld. Nach Thomas‘ Angaben waren im vergangenen Jahr einige Aussteller und Fanclubs mehr vor Ort und in der Tat wirkte die Teilnehmerzahl eher übersichtlich. Leider war auch der Platz, den die Veranstalter jeder Gruppe für ihre Ausstellung zur Verfügung stellte, nicht gerade gerecht aufgeteilt. Wir mussten den Inhalt unserer knapp 20 Umzugskisten auf ca. 3 m Tisch plus einer Rückwand verteilen während eine Rollenspielgruppe für ihre 5 Drehbücher einen halben Ausstellungsraum bekam. Naja…

Dennoch war es ein netter erster Abend in angenehm familiärer Atmosphäre. Bei der opening ceremony konnten wir auch ein paar Takte zu unserem Fanclub erzählen und so die Neugier auf die Premiere unseres Filmes am nächsten Morgen wecken. Ein richtiges Kontrastprogramm zu den sonstigen SciFi-Großveranstaltungen also.

Die Nacht verbrachte ich auf der Pritsche im LKW und an der einzig verfügbaren Dusche stand ich eine gute halbe Stunde an. Aber nur mit Feuchttüchern wollte ich mich nicht begnügen. Allzu lange konnten wir auch nicht schlafen, weil wir schon um 10 die Premiere unseres Films „Stargate: The Euderion Chronicles“. Im Hauptsaal habe ich 36 Zuschauer gezählt, womit etwa ein Drittel der Inhaber des Wochenend-Tickets anwesend gewesen sein dürften. Aber da wir den Film eher für uns als aus Prestige-Gründen gedreht haben, fand ich die eher übersichtliche Zuschauerzahl dennoch in Ordnung. Und verglichen mit den übrigen Veranstaltungen wie Panels, Lesungen etc. an diesem Tag, waren wir noch wirklich gut besucht. Die Resonanz auf die DVD-Verkäufe war auch recht hoch, so dass man doch von einer gelungenen Premiere unseres zweiten Fanfilms sprechen kann.

 

Fazit

600€ aus der Clubkasse, 100€ Zugticket (ja, war nur mein Problem), 6 Tickets à 15 €… knapp 800€ also? War es das wert? Ja, eindeutig. Denn unabhängig von den Ausgaben konnten wir neue Kontakte knüpfen, neue und alte Freunde wieder sehen und ein Wochenende unter Gleichgesinnten verbringen. Ob wir im nächsten Jahr wider dabei sein werden steht noch in den Sternen. Immerhin ist ja unsere Clubkasse deutlich geschrumpft und so viele DVDs werden wir wohl nicht verkaufen, dass wir unsere Unkosten wieder einspielen können. Auch müssen wir ein deutliches Wort mit den Veranstaltern wechseln. Wir brauchen deutlich mehr Platz um unsere Schätze ordentlich zu präsentieren. Thomas und Mike mussten auf vielerlei verzichten. Ich denke, die Entscheidung wird in den nächsten Wochen oder wenigen Monaten fallen.

 

Text by Tom Erdmann

 

              

 

Text by Thomas Raube & Tom Erdmann

 

 

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