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Passend zum
neuen Kinofilm “Predators” hab ich mir für diesen Monat das
Themengleiche Comic „Xenogenesis“ herausgepickt. Als großer Fan
der Alien und Predator-Reihen ist es mir egal, auf welchem
Medium ich mir die nächsten Abenteuer zu Gemüte ziehe, und da
kommt dieser 2-teiler gerade recht.
Plot:
Wir
schreiben das Jahr 2380. Seit dem Erstkontakt der Nostromo-Crew
mit den Aliens sind einige Jahre vergangen, und der Megakonzern
Weyland-Yutani versucht weiterhin mithilfe der Xenomorphen eine
Biowaffe herzustellen.
Das
Gauner-Pärchen Charley und Elliot, zwei kleine Nummern auf der
Gehaltsliste eines anderen großen Konzerns, sollen ein geheimes
Biotech-Labor überfallen und den Safe ausräumen. Das sie dabei
von einem schwerbewaffneten Söldner-Team begleitet werden macht
sie misstrauisch. Nicht zu unrecht wie sich herausstellt. In dem
Biotech-Labor lagern Alien-Eier und das Pärchen sollte als
Wirtskörper dienen um die Xenomorphe herauszuschmuggeln.
Dumm nur, das
ein Predator bereits dafür gesorgt hat, das die Wach-Mannschaft
des Labors diesen Job übernommen hat, und deshalb ausgewachsene
Aliens in dem Gebäude herumlaufen.
Schon bald
bekämpfen sich alle drei Parteien bis aufs Blut.
Kritik:
„Xenogenesis“
erschien 1999 als zweiteilige Reihe (in den USA als Vierteiler)
im Comic-Heft Gamix und vereint wieder einmal zwei der fiesesten
Alien-Monster.
Seit im
zweiten Predator Film ein Alien-Schädel an einer Trophäenwand
hing geht man davon aus, das die Alien und Predator Geschichten
im gleichen Universum spielen. Lizenzinhaber 20th Century Fox
gefiel die Idee, und so wurden Comics geschrieben und das
gleichnamige Spiele-Franchise war geboren, welches 2004 in dem
Film Alien vs. Predator seinen Höhepunkt fand und
schließlich direkt am Ende dieses Films durch die Fortsetzung
Aliens vs. Predator 2 Ende 2007 fortgeführt wurde.
Das Comic-Heft
ist mit seinen knapp 80 Seiten zwar kein abendfüllendes
Programm, aber immerhin haben es die Autoren geschafft eine
menge Story unterzubringen und die Action nicht zu kurz zu
halten. Die Zeichnungen sind mit einer Ausnahme weitestgehend
gut gelungen. Menschen und Aliens sehen sowohl in der Zeichnung
als auch der Farbgebung hervorragend aus, nur der Predator hat
dem Team offenbar Schwierigkeiten bereitete. Nicht nur, das das
Gesicht anatomisch nicht mit dem Film-Predators übereinstimmt,
sondern auch die Farbgebung ist katastrophal. Die Hautfarbe ist
jetzt gift-grün und seine Kleidung besteht zum überwiegenden
Teil aus rosa und lila…
Bitte wer soll
denn von so einem Farbmonster Angst haben? Das war leider ein
totaler Fehlgriff und versaut den ganzen Comic.
Insgesamt
hätte „Xenogenesis“ ein wenig mehr Düsternis nicht geschadet um
die Story zu transportieren. Wären den Zeichner auch noch der
Predator gelungen, so hätte ich mich fast zur vollen Punktzahl
durchringen können.
Fazit:
Der Comic
liefert eine gut durchdachte Story und für ein einfaches
Comic-Heft ausgezeichnete Zeichnungen. Leider ist die Farbgebung
zu verspielt, und der Predator konnte von den Zeichnern nicht
richtig dargestellt werden. Alles in allem ein mittelprächtiges
Werk.
3 von 5
Punkten

Alien vs
Predator
"Xenogenesis”
Part 1 & 2
Erschienen
1999 im Gamix Heft 9 und 10
Text by Thomas Raube |