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Der Maquis, nach der französischen Widerstandsorganisation im zweiten Weltkrieg benannt, besteht aus dutzenden Kolonien entlang der entmilitarisierten Zone am cardassianischen Raum. Als 2370 mit den Cardassianern ein Friedensvertrag geschlossen wurde, der die Grenze zwischen den beiden Großmächten neu formierte, fielen viele Föderationskolonien auf die cardassianische Seite der Grenze. Starfleet hat zwar angeboten, die Bewohner auf andere Welten umzusiedeln, doch nur wenige ließen es sich gefallen, von ihrer Heimat vertrieben zu werden. Um den Vertrag mit den Cardassianern nicht zu verletzen, und somit keinen weiteren Krieg hervorzurufen, entschloss man sich im gegenseitigen Einverständnis, alle Kolonisten als Unabhängig zu erklären. Sie durften damit weiter in ihren Kolonien leben, hatten aber kein Anrecht mehr auf die Hilfe der Föderation. Und sie waren nun dem Wohlwollen der Cardassianer ausgesetzt. Die Cardassianer versuchten natürlich mit allen Mittel die unwillkommenen Untermieter in „ihren“ Welten zu vertreiben. Da die Starfleet nicht mehr bereitstand, um sie zu verteidigen, mussten die Kolonisten lernen, sich selbst zu verteidigen. Und damit war der Maquis geboren.
Die Mitglieder des Maquis bestehen aus allen Schichten. Einige wenige sind einfach nur dabei, um ihre Mordlust zu befriedigen, wie etwa der Betazoid Lon Suder, aber der Großteil sieht sich selbst in einen privatem Rachefeldzug gegen die Cardassianer verwickelt. So beispielsweise Calvin Hudson, ein Starfleet Commander, der als Verbindungsmann zwischen den Grenzwelten und der Föderation eingesetzt wurde. Hudson erkannte aber schnell die neue Lage, dass das Zentral-Kommando der Cardassianer seine eigenen Kolonisten mit Waffen belieferte, um somit gegen die Maquisarden vorzugehen. Da Hudson keine Chance sah, dass die Starfleet etwas dagegen tun kann, sagte er sich los, nahm dabei einige Peregrine Fighter mit, und lief zum Maquis über. Commander Chakotay, ebenfalls ein Ex-Commander der Starfleet trat dem Maquis bei, als sein Vater bei einem cardassianischen Angriff auf Dorvan V ums Leben kam. Andere, wie die Bajoranerin Ro Laren hatten schon seit je her einen Groll gegen die Cardassianer, da sie die Besatzung Bajors mitmachen musste, und dort die Grausamkeiten der Besatzer am eigenen Leib spüren musste. Von daher war der Maquis die beste Möglichkeit es zu vergelten. Auch wenn der Maquis oft am Existenzminimum lebt, und darauf angewiesen ist, was Gönner innerhalb der Starfleet oder wo anders her ihnen zukommen lassen, machten sie in den Jahren 2370 bis 2372 enorme Fortschritte in allen Bereichen. Sie stellen kleine Flotten auf, Verübten Guerilla- Angriffe, und schafften es somit die Cardassianer oft vernichtend zu schlagen. Die Organissationsstruktur änderte sich dahingehend, dass sich der Maquis nicht mehr nur aus kleinen Widerstandszellen zusammensetzte, sondern eine „Regierung“ bildete, die von einem Anführer verwaltet wurde. Dem Maquis Thomas Riker, der durch einen Transporter-Unfall entstandene Zwilling von William Riker gelang es sogar das Starfleet Schiff U.S.S. Defiant zu entwenden, um damit eine versteckte Basis des cardassianischen obsidianischen Ordens ausfindig zu machen, die im geheimen eine Angriffsflotte aufbaute. Riker wurde nach seiner Festnahme den Cardassianern übergeben, mit der Bedingung, dass seine Leute freies Geleit bekommen, und gehen dürfen.
Anfang des Jahres 2373 ist der Maquis fast im Begriff die Oberhand gegen die Cardassianer zu gewinnen. Sie entwickelten Biogene Waffen, die die Siedlungen entlang der entmilitarisierten Zone für Cardassianer unbewohnbar machten. Jedoch konnten nur wenige Kolonien mit dieser Waffe „befreit“ werden, da Captain Sisko sowohl die Bio-Waffen, als auch den Maquis Führer Michael Eddington in Gewahrsam nehmen konnte. Doch der Maquis war damit nicht tot. Eddingtons Frau Rebecca übernahm die Rolle der Anführerin, und gewann unerwartet neue Verbündete, als die Klingonen versuchten die cardassianische Union zu annektieren. Die Klingonen erkennen, dass man den selben Feind hat, und versorgen den Maquis mit Waffen, Tarnvorrichtungen und Versorgungsmaterialien. Alles schien so, als befinde sich der Maquis kurz vor seinem Ziel sich aus der Unterdrückung durch die Cardassianer zu befreien. Sie haben eine Regierung gebildet, und somit eine feste Organisationsstruktur etabliert, ihre Schiffe waren nun, dank der Klingonen den cardassianischen Kreuzern ebenbürtig, und auch die Föderation begann die Sache mit dem Maquis verständnisvoller gegenüberzutreten, als die Cardassianer sich mit dem Dominion zusammenschloss. Da die Cardassianer der gemeinsame Feind sind, stehen Föderation und Maquis nicht mehr auf verschiedenen Seiten. Die ehemaligen Rebellen sahen einen Sieg, angesichts der Unterstützung der Klingonen und der Föderation gelassen entgegen, sie waren kurz davor, sich für unabhängig erklären zu lassen, und eine eigene Nation zu werden. Doch es kam anders. Das Dominion, der neue Partner der Cardassianer war stärker als alle Parteien angenommen hatten. Die Klingonen mussten sich vollständig aus dem Gebiet der Cardassianer zurückziehen. Die Jem’Hadar bekamen die Aufgabe übertragen, alle Gefahren für ihren neuen Bündnispartner zu beseitigen, und damit war der Maquis inbegriffen. Binnen nur zwei Wochen wurde der Maquis fast vollständig ausgelöscht. Die Cardassianer besaßen keine Schiffe, die in den Badlands, dem eigentlich sichersten Versteck der Maquissarden, operieren konnten, doch die Jem’Hadar hatten nicht dieses Problem. Zu den Opfern der ersten Angriffe gehörten unter anderen auch Cal Hudson, der als Maquis Mitbegründer galt. Durch seinen Tod, und durch die Gefangennahme von Eddington spaltet sich der Maquis wieder in Splittergruppen auf. Jede Gruppe sieht sich wieder einen Aussichtslosen Kampf gegenüber. Die wenigen Maquis-Angehörigen, die bis dahin überlebt hatten, suchten Zuflucht auf Athos IV, einem unwirtlichten Planeten tief in den Badlands. Athos IV verfügt über geheime unterirdische Basen, die als letzte Zuflucht galten, doch auch sie wurden von den Jem’Hadar aufgespürt. Lediglich eine Handvoll Überlebender wurde von Captain Sisko gerettet, und in das Föderationsterritorium gebracht. Sie, und die Crew des Maquis Schiffes Zola, welches in den Delta Quadranten verloren ging, waren die letzten Überlebenden ihrer Kultur.
Nach dem Dominion-Krieg, und dem Fall der cardassianischen Union, hatte die Föderation die alten Kolonien wieder in besitz genommen und neu kolonisiert. Ob bei diesen Siedlern auch ehemalige Maquis dabei sind, und den Samen einer ähnlichen Organisation pflanzen, ist ungewiss.
Text by Thomas Raube |
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