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Alien Guide -  Die Cardassianer

Cardassia Prime ist einer von sechs Planeten die das cardassianische Sternensystem bilden. Bereits vor mehreren Millionen Jahren existierte hier eine fortschrittliche Rasse, die Hebetianer, eine Urform der Cardassianer, die einige Planeten in der näheren Umgebung kolonisierten. Aus unbekannten Gründen starb die gesamte Kultur aus. Zurück blieben lediglich Ruinen.

Die Evolution erschuf nach einer Zeit der Regeneration eine weitere intelligente Spezies: die Cardassianer.

 

Anatomie

Die Cardassianer lassen sich wegen ihres ausgeprägten Aussehens sehr gut von anderen Spezies unterscheiden. Gewöhnlich sind sie schlank, kräftig gebaut mit einem breiten Nacken. Sie haben eine hellgraue Hautfarbe und ein starkes Außenskelett, das an einigen Stellen mit dicken Schuppen bedeckt ist, und eine Reihe von Gesichts-Graten (Wülste an Hals, Augenbraue etc.). Hinzu kommt ein Zeichen in Form einer Träne in der Mitte der Stirn (dieses Zeichen, auf cardassianisch Meshava genannt, wird von Nicht-Cardassianern oft als "Löffel" bezeichnet - daher resultiert die abwertende Bezeichnung "Löffelgesicht"). Die Meshava, das Genick und andere Gesichtsgrate sind erogene Zonen. Die Cardassianerinnen schminken die Meshava sowie die mittlere Schuppe ihres Genick-Grates als Zeichen der Fruchtbarkeit meist blau.


Die Cardassianer sind aus physischer Betrachtung den Klingonen ähnlich. Einige Organe sind doppelt vorhanden, so dass bei einem Ausfall eines Organs das Zweite die lebensnotwendigen Funktionen übernehmen kann. Das Skelett ist mit humanoiden Rassen vergleichbar, jedoch etwas kräftiger und stärker ausgeprägt als bei Menschen. Sie besitzen zudem zwei Halswirbel mehr als diese. Dies erklärt den ausgeprägten langen Hals. Cardassianer haben sehr lichtempfindliche Augen und können daher im Dunkeln wesentlich besser sehen als im Hellen. Ihr Gehör ist dafür etwas schlechter als das der Menschen.


Die Cardassianer pflanzen sich wie Menschen fort, aber die Schwangerschaft der Cardassianerinnen variiert in der Länge je nach körperlicher Belastung und Nahrungsangebot von 8 Monaten bis zu einem Jahr. Die Körpertemperatur der Cardassianer beträgt im Normalzustand 43,7° Celsius. In erregtem Zustand können sie bis zu 48° Celsius Körpertemperatur erreichen. Körpertemperaturen ab mehr als 50° Celsius können für einen Cardassianer tödlich sein. Cardassianer bevorzugen höhere Raumtemperaturen als Menschen und baden oder saunen sehr gerne heiß. Langanhaltende Kälte kombiniert mit Nässe vertragen sie nicht gut. Bei Temperaturen unter - 25 Grad fallen sie in Winterstarre. Dieses Phänomen wird auch zur Heilung benutzt, jedoch sollte man es vermeiden einen Cardassianer länger als eine Woche in Winterstarre zu belassen, weil sonst ihre Organe versagen. Cardassianer sind bei warmen Temperaturen stärker als Menschen. In einer kalten Umgebung fühlen sich Cardassianer müde und träge, während sie in einer heißen Umgebung (48-90C°) enorme Körperkräfte entwickeln können.


Der Cortex (Großhirnrinde) ist wesentlich ausgeprägter. Die meisten Cardassianer verfügen über ein fotografisches Gedächtnis. Sie sind relativ unempfindlich gegen verschiede Gifte, aber reagieren hochgradig allergisch auf gewisse bajoranische Gemüse, die aber während der Besatzungszeit aus Furcht vor Giftanschlägen fast vollständig ausgerottet wurden.


Das Cardassianische Haar ist meist dunkel, ordentlich nach hinten gekämmt und liegt flach an. Bei männlichen Militärs wird das Haar stumpf abgeschnitten, bei weiblichen wird es in langen geflochteten Zöpfen getragen. Zivile Frauen tragen es entweder einfach oder in komplizierten Formen zusammengebunden.

 
Es gibt unter Cardassianern keine ausgeprägten Rassenunterschiede. Cardassianer kommen mit weniger Nährstoffen als andere Humanoide aus, ihr Stoffwechsel ist jedoch vergleichbar mit dem der Säugetiere, durch diesen Vorteil können unvorteilhafte Lebensräume besiedelt werden. Der cardassianische Organismus gleicht seine Temperatur an die Umgebung an, nicht umgekehrt, wie z.B. bei den Menschen. Deshalb besteht auch keine Gefahr der Überhitzung bei großer Anstrengung. Die cardassianische Lebenserwartung ist höher als die eines Menschen. Dies liegt wohl an den reptiloiden Eigenschaften und dem ausgeklügeltem Haushalt des Organismus.

 

Geschichte

Cardassia Prime ist eine sehr rohstoffarme Welt, der ständig von Wolken eingehüllt ist. Man nimmt an, dass diese Wolken für eine Art Treibhauseffekt verantwortlich sind, der zudem von übermäßigen Raubbau der Cardassianer vervielfacht wurde. Man nimmt an, dass diese Rohstoffknappheit zur Ausrottung der vorherigen Spezies, der Hebetianer, gewesen ist.

Die Cardassianer, einst ein friedliches und kultiviertes Volk mussten sich im frühen 22 Jahrhundert zunehmend Gedanken machen, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden, wie ihre Vorfahren. Denn die ökonomische Krise führte zu Hungersnöten, bei denen Millionen starben.

Der Aufstieg des Militärs und des Zentralkommandos führte schließlich eine Veränderung herbei. Neue Territorien wurden erobert, fremde Technologien gestohlen. Die Kulturellen Grabstätten der Hebetianer, voll mit Grabbeigaben und kostbaren Artefakten wurden geplündert und verkauft, um die Eroberung fremder Welten zu finanzieren.

2328 annektierten die Cardassianer den Planeten Bajor, und beraubten ihm alles, was von Wert war, und konsolidierten somit ihre eigene Union. Bis 2369 wurde der Planet und seine Bewohner ausgebeutet, bis es sich für die Cardassianer nicht mehr lohnte Fortzufahren, da die bajoranische Widerstandsbewegung mehr Ärger verursachte, als der gebeutelte Planet einbrachte. Um die relativ schutzlosen Bajoraner zu schützen, entschloss sich die Föderation die alte, verlassene Raumstation Terok Nor zu übernehmen, und im Namen der Bajoraner zu führen. In dem folgenden Jahrzehnt, sollte Deep Space Nine, wie sie von der Föderation umbenannt wurde zu einer der wichtigsten Einrichtungen des gesamten Alpha Quadranten werden, da dort das erste stabile Wurmloch entdeckt wurde, dass die Quadranten Alpha und Gamma miteinander verband.

 

Die Föderation hatte aber schon vorher einige Erfahrung mit den Cardassianern sammeln können. Durch die Invasions-Politik des Militärs sah sich die Föderation bald bedroht, und es kam, was angesichts eines so offensiven Handlungsweise nur kommen konnte: Krieg.

Von 2345 bis 2367 führten die Cardassianer einen Grenzkrieg gegen die Föderation, der beiden Seiten viele Leben kostete. Ein Höhepunkt war der Angriff auf die Föderationskolonie Setlik III, bei dem die Cardassianer erstmals einen zivilen Außenposten angriffen und mehr als dreißigtausend Opfer forderten. Die Cardassianer erklärten später, dass dieser Angriff ein Irrtum gewesen sei, man vermutete ein Waffen-Vorratslager auf Setlik.

Dies war einer der Zwischenfälle, die nur wenig später aus diesem Grenzkrieg einen totalen Offensivkrieg gemacht hätte. Doch kurz davor wurde ein historischer Vertrag unterzeichnet, und ein instabiler Friede wurde geschaffen. Um diesen auch Dauerhaft einhalten zu können, entstand die entmilitarisierte Zone, ein Puffergebiet, in dem es keiner Partei erlaubt ist mit bewaffneten Schiffen einzufliegen.

Diese EMZ erschuf jedoch neue Probleme. Im Besonderen für die ehemaligen Bewohner in dieser Zone, die zwangsumgesiedelt werden sollten. Einige dieser Kolonisten wehrten sich, und der Maquis entstand. Dieser wurde zu einem ständigen Dorn im Auge der Cardassianer.

 

Ein erneuter Krieg

Als 2373 das Zentralkommando, die oberste Instanz auf Cardassia Prime, durch eine zivile Einrichtung, den Depata Rat ersetzt wurde, befürchteten die Klingonen, dass das Dominion in Form von Wechselbälgern diesen Rat infiltriert hätten. Dem war zwar nicht so, aber die neue Regierung unterzeichnet, gedrängt durch den Einfall der Klingonen, ein Bündnispakt mit dem Dominion.

Mit der Macht aus dem Gamma-Quadranten kamen auch Hilfslieferungen für Cardassia Prime, und das lästige Problem des Maquis wurde nun auch gelöst. Die Union sah sich wieder als Großmacht, und kämpfte Seite an Seite mit dem Dominion gegen den Rest des Alpha Quadranten.

Nachdem sich der Krieg durch den Eintritt der Romulaner und der Klingonen in die Alpha Quadrant Allianz beträchtlich in die Länge zog, suchten das Dominion weitere Verbündete; und fand die Breen.

Die Breen-Konföderation löste die Cardassianer als gleichberechtigte Partner ab, und degradierte sie zu zweiter Klasse. Nachdem dies zu immer weiteren Opfern führte, und das Ansehen der Union stetig fiel, kam es zum verdeckten Bürgerkrieg. Einige Abtrünnige bekämpften das Dominion, und wurden später auch von der Föderation unterstützt. Ende 2375 wurde das Dominion besiegt, und die Cardassianer mit ihnen. Cardassia Prime liegt in Trümmern, und die Union wurde in drei Teile aufgesplittet, die unter die Kontrolle der Klingonen, Romulaner und Föderation kamen.

 

Planeten- und Sternensysteme

der cardassianischen Union

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Text by Thomas Raube

 

 

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